Bildung, Familie, Kinder und Jugend

Bildungsoffensive

Mithilfe der Bildungsoffensive wurden verschiedenen Bildungs- und Jugendeinrichtungen finanzielle Mittel zur Realisierung wichtiger Projekte zur Verfügung gestellt. Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens konnten Vereine, Institutionen, Einrichtungen und Träger im Quartiersgebiet Boxhagener Platz Anträge auf eine Förderung stellen. Es fanden zwei Projektausschreibungen statt. Im Topf befanden sich für 2006 und 2007 jeweils 45.000 Euro aus dem Programm „Soziale Stadt“. Zuständig für die gesamte Projektsteuerung war der „Paul Singer Verein“.
Mit dem Geld sollten vor allem Initiativen in vier Schwerpunkten unterstützt werden, nämlich in den Bereichen Suchtprävention, Bewegungs- und Gesundheitsförderung, Projekte, die sich um eine bessere Zusammenarbeit mit Eltern bemühen und Hilfe bei Armut und Verschuldung von Jugendlichen. Im Jahr 2007 ist zusätzlich der Förderschwerpunkt politische Bildung hinzugekommen. Die Ausschreibungen fanden sich auf der Website des Paul Singer Vereins, bei  www.boxhagenerplatz.de, in der „InfoBox“, der „Berliner Woche“ und über den Verteiler der Sozialraum AG VIII.




Jeder Antrag sollte sich zumindest auf einen dieser Förderschwerpunkte beziehen. Im Vordergrund stand die Kooperation mit anderen Einrichtungen im Gebiet sowie das Nutzen schon vorhandener materieller, finanzieller oder personeller Ressourcen im Kiez. Gefördert wurden Sach- und Honorarkosten und in geringem Umfang auch Investitionen. Höchstens 5.000 Euro erhielt jedes Projekt. Über die Vergabe der Fördermittel entschied das Koordinationsteam der Sozialraum AG VIII sowie beratend der Paul Singer Verein.
Im Jahr 2006 wurde zum Beispiel mit 5.000 Euro ein Werkstattgespräch des Trägers „K&K“ zusammen mit der Sozialraum AG zum Thema „Neue Formen der Zusammenarbeit mit Eltern im Bereich von Schule und Jugendhilfe“ unterstützt. Dabei ging es auch um Kinderschutz und Gewaltprävention. Die gleiche Summe erhielt das Projekt „Finanz-Scouts“, das sich gegen Armut und Verschuldung von Jugendlichen wendete. Träger war „Lebensnah e.V.“ in Kooperation mit der Jugendfreizeiteinrichtung „Skandal“ und der „DILAB-Schuldenberatung“. 4.400 Euro bekam „Einhorn e.V.“ für eine sozialräumliche Ausbildung von Eltern zu Multiplikatoren. Das Projekt fand in Kooperation mit der Modersohn- und Zille-Grundschule sowie der Kita „Kobold Express“ statt. 3.740 Euro erhielt der Familienmarkt am Boxhagener Platz. Knapp 4.000 Euro gab es für einen Bewegungsraum in der Kita „Helenenhof“. Weitere Mittel gingen unter anderem an Tanz-, Sport- und Akrobatik-Projekte.

Anzeige
Anzeige