Soziale Infrastruktur und Kultur
Boxi-Bär
Auf den Bänken rund um den Boxhagener Platz waren die „Boxi-Bären“ zu finden. Die bedruckten Teddys hielten eine kleine Tasche vor ihrer Brust, in der sich Informationen zu den Hilfsangeboten für junge Familien und hilfebedürftige Menschen befanden.
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Der Boxi-Bär vor den Parkbänken des Boxhagener Platzes |
Damit wollte der Karuna e.V. einen noch besseren Zugang zu verschiedenen Betroffenengruppen finden. „Menschen, die zum Beispiel Gewalt in ihrer Familie erleben, trauen sich oft nicht direkt in eine Beratung. Und erst recht nicht auf ein Amt. Für sie sollte durch dieses Angebot die Schwelle für Annahme von Hilfe niedriger werden“, sagt Geschäftsführerin Gabriela Schüttler. Ähnliches galt auch für Probleme Betroffener mit Alkohol oder Drogen, bei Fragen zu Kinder- und Wohngeld sowie bei Hilfsangeboten für Arbeitslose, Stichwort „Hartz IV“.
Die Bären-Konterfeis übermittelten Termine und Angebote. Dazu gehörten zum Beispiel die kostenlose Malwerkstatt des DRUGSTOP in der Seumestraße 15, der Mittagsteller an jedem Mittwoch oder die Bastelwerkstatt, in der gemeinsam Teller und Fliesen bemalt und gebrannt und im Anschluss gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Karuna organisierte eine kleine Ferienfahrt (Mutter-Vater-Kindfahrten), bot Antigewaltkurse für Frauen und Männer an und sorgte für Beschäftigungsmöglichkeiten in einer eigenen Fahrradwerkstatt. Außerdem gingen die Sozialarbeiter Silke Oerding und Mark Lehmann regelmäßig auf den Boxhagener Platz, suchten dort ihrerseits das Gespräch mit Menschen und wiesen auf die Karuna-Angebote und Hilfeleistung hin. Der kleine Boxi-Bär als Postkarte und Sticker war eine nonverbale Kommunikationsform und galt als Sympathiefigur. Er sollte identitätsstiftend wirken. Schade ist nur, dass er immer wieder entwendet wurde und deshalb ständig erneuert werden musste.
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Diese Karte lädt zum Mittagsteller ein |

