Soziale Infrastruktur und Kultur

Seniorenfreizeit

Unter dem Motto „Miteinander-Füreinander“ will die Volkssolidarität vor allem ältere Menschen im Quartier zusammen bringen, um gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten. Für ein paar Stunden sollen sie Abwechslung finden, Kontakte knüpfen, miteinander reden und gemeinsam aktiv sein.
Der Senioren-Treff wurde vom Selbsthilfe-Treffpunkt Friedrichshain-Kreuzberg in der Boxhagener Straße 89 eingerichtet. Der Selbsthilfe-Treffpunkt ist die bezirkliche senatsgeförderte Selbsthilfekontaktstelle in Friedrichshain-Kreuzberg. Die Gründung der Einrichtung geht auf eine Initiative von VorruheständlerInnen und SeniorInnen im Jahr 1992 zurück.
Für den Seniorentreff wurde ein Ladengeschäft umgebaut. Auf etwa 44 qm wurde ein hübsches, gemütliches Café eingerichtet. Es wurde ein PC zur Verfügung gestellt und durch die Nähe zum Selbsthilfe-Treffpunkt kompetente Ansprechpartner, wenn es um Unterstützung und Hilfsangebote ging. Die hauptamtlichen Mitarbeiter standen gern bereit, um die SeniorInnen zu beraten oder an entsprechende Einrichtungen zu vermitteln. Das Selbsthilfepotential sollte dadurch gestärkt werden.
Der Treff ist zu einem festen Stützpunkt für Senioren aus dem Kiez geworden. Die Zielgruppe sind nicht nur die „Hochbetagten“, die sich zweimal in der Woche zu Kaffee und Kuchen treffen. In die Kaffeerunden werden auch die „jungen Alten“ integriert.
Für die jüngeren Seniorinnen und Senioren reichen die Angebote inzwischen von einer ehrenamtlich organisierten Beratungsstelle für Prostatakrebs über eine Laufgruppe, den Friedrichshainer Tauschring, die Freiwilligenagentur Friedrichshain-Kreuzberg bis hin zur „Partnervermittlung 50+“. Außerdem wurden viele Selbsthilfegruppen und Angebote der Selbsthilfe-Kontaktstelle wie zum Beispiel Pilates-Übungen oder Qi Gong-Kurse initiiert. Mithilfe der ehrenamtlichen Leiterin der Gruppe wurden Tagesfahrten, Vorträge, Bingo- und Tanznachmittage organisiert.
Im Laufe des Jahres 2006 wurde zusätzlich eine Nordic-Walking-Gruppe und eine russische Rheumagruppe eingerichtet. Außerdem fanden im Sommer Computerschulungen für SeniorInnen statt. Sie wurden unterstützt durch die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Gesundheit und Soziales mbH im Rahmen des ABM-Projekts „Netwin“.

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