Soziale Infrastruktur und Kultur

Weltfest

Das erste Weltfest fand am 29. September 2001 auf dem Boxi statt. In den sechs Jahren seines Bestehens hat es sich zu einem regelmäßigen und wesentlichen Bestandteil der Kiezkultur am Boxhagener Platz und des Landesnetzwerkes der Berliner Nichtregierungsorganisationen (NGO) entwickelt. Der Charakter des Weltfestes entwickelte sich zu einem Treffen der sozialen, kulturellen und Flüchtlingsinitiativen in Friedrichshain.






Impression vom Weltfest 2006  www.weltfest-am-boxi.de

Jedes Jahr steht die Veranstaltung unter einem anderen Thema. So war das Motto im Jahr 2006 „Wasser heißt Leben“ und 2007 „Immer lebe die Sonne – Für Kinderrechte weltweit“. Neben Informationsständen zahlreicher Vereine und Organisationen, Kulinarischem aus aller Welt und einer Tombola gab es in jedem Jahr ein buntes Bühnenprogramm, bei dem Künstler aus vielen Ländern auftraten. Bei der Vorbereitung und dem Ablauf des Weltfestes arbeiteten viele freiwillige Helfer mit, die aus verschiedenen Einrichtungen Friedrichshains kommen. Zum Beispiel vom Jugendclub „Skandal“ oder dem „Backstage-Projekt“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO).    
Mit dem Erlös des Weltfestes werden Hilfsmaßnahmen und Initiativen in Afrika und Lateinamerika unterstützt. Im Jahr 2006 gab es bei rund 2.500 Besuchern einen Reingewinn von 200 Euro, der an ein Projekt zur Wasseraufbereitung in Tansania übergeben wurde. 2007 kamen rund 1.000 Euro zusammen. 5.000 Menschen besuchten das Fest. Das Geld wurde für den Bau einer Schule in Nigeria und zur Finanzierung eines Aufenthalts von Kindern aus Bolivien in Berlin und Brandenburg verwendet. 

Cornelia Reinauer, Schirmherrin und ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, sagt zu dem Projekt:
„Ich halte das Fest für ausgesprochen wichtig, da es eine Möglichkeit ist, der Bevölkerung das Thema Entwicklungspolitik und Hilfe für die Dritte Welt nahe zu bringen und ein entsprechendes Engagement im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu etablieren.“

Sabine Schubert, Mitorganisatorin:
„Wir zeigen, dass mit ehrenamtlichem Einsatz und mit einem sichtbaren Ziel großartige Sachen gelingen können. Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten können viele kleine Dinge tun, die das Gesicht der Welt verändern ... und genau das werden wir weiter tun.“

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