Beschäftigung, Qualifizierung und Stadtteilökonomie
BoxScout
Der Ideengeber für den „BoxScout“ war der Vorgänger „Domino+“. Während Domino+ nur den Bereich der Gärtner- und Mainzer Straße in Sachen neue Läden, Galerien und Locations abdeckte, stellte sich der BoxScout, der ursprünglich auf deutsch und englisch erscheinen sollte, das Ziel, das gesamte Gebiet zwischen Warschauer-, Revaler-, Neue Bahnhofstraße und Frankfurter Allee abzudecken. Das 48-seitige A6-Booklet im handlichen Westentaschenformat war ein Cityguide für den Stadtteil. Im schicken Design berichtete er über Hotel-, Gastro-, Shopping-, Club- und Kulturangebote.
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Der BoxScout stellt noch unbekannte und alternative Läden, Cafés und Clubs vor
Er lockte Menschen aus der ganzen Welt an, denn über den professionellen Verteiler „Dinamix“ wurden in ganz Berlin pro Ausgabe jeweils 5.000 Stück in Economy-Hotels verteilt. 1.000 Exemplare jeder Ausgabe waren im Kiez zu bekommen. Ingesamt erschienen sieben Ausgaben. Die erste Auflage erschien im April 2006. Weitere folgten zur Fußball-WM, im Herbst und zur Weihnachtszeit.
Als besonderes Schmankerl gab es zu jeder Ausgabe vier verschiedene Buttons. Diese erhielt man beispielsweise als Dankeschön beim Kauf in einem der teilnehmenden Läden.
Der ohnehin bereits seit langer Zeit bekannte Szene-Kiez erhielt mit diesem Projekt die Möglichkeit, noch unbekannte kleine und alternative Läden, Cafés, Bars, Galerien und Clubs zu präsentieren.
Die Auswahl der vorgestellten Läden wechselte mit jedem BoxScout, wobei die Hotels und Hostels immer mit dabei waren. Jeweils ein Drittel jeder Ausgabe war für Gewerbetreibende und Dienstleister reserviert, die bis dahin noch nicht vorgestellt worden waren. So blieb kaum ein Geschäft im Stadtteil unberücksichtigt. Die Auswahlkriterien, um in den BoxScout zu kommen, wurden von New Roses über Tipps und Hinweise und mit Unterstützung des Bezirksamts festgelegt. Es gab auch auf Eigeninitiative hin etliche Anfragen von Gewerbetreibenden, Galeristen und Künstlern, die sich im Rahmen des Cityguides präsentieren wollten. Mit dem BoxScout konnten zudem kleinere Clubs bekannt gemacht und kreative alternative Ideen unterstützt werden. Es gab eine Kooperation mit der „Spektrale“ und anderen Akteuren des Bezirks. Inwiefern es zu einem möglichen Zusammenschluss der Läden, Clubs und Galerien für eine zukünftige Werbegemeinschaft kommt, bleibt abzuwarten.

