Wohnumfeld
Studie zum Wirtschaftsverkehr im Quartier Boxhagener Platz
Das Boxhagener Quartier ist ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Besonders in der westlichen Quartiershälfte führt die hohe Einwohnerdichte in Kombination mit zahlreichen Gewerbebetrieben, einem vielfältigen Einzelhandel und im Vergleich zu anderen Quartieren einem hohen Anteil an gastronomischen Einrichtungen zu Problemen im Wirtschaftsverkehr. Während die Gewerbetreibenden die schwierige Anliefersituation beklagen, fühlen sich die Anwohner durch den Lieferverkehr gestört.
Das Untersuchungsgebiet wurde durch die Frankfurter Allee (nördlich), die Colbe-, Seume- und Niemannstraße (östlich), die Revaler Straße (südlich) und die Warschauer Straße (westlich) eingegrenzt. Zunächst wurden die verschiedenen Gewerbebetriebe wie Handwerk (produzierendes Gewerbe), Gaststätten und Einzelhandel erfasst. Danach wurden die Geschäftsleute in einem Interview zur Verkehrssituation und möglichen Problemen befragt.
Die Auswertung ergab, dass sich außergewöhnliche Belastungen der Anwohner durch den wirtschaftlichen Quell- und Zielverkehr nicht nachweisen lassen konnten: Müllabfuhr und Paketdienste sowie die Unternehmen, die mit großen Fahrzeugen beliefert werden, dienen der Versorgung des Quartiers.
Darüber hinaus gibt es in dem Untersuchungsgebiet kein Unternehmen mit einem größeren Fuhrpark oder Fahrzeugen über 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht. Die meisten Unternehmen mit eigenem Fuhrpark haben ihre Ziele im Gebiet. Das größte Problem des Wirtschaftsverkehrs ist der hohe Bedarf an Parkflächen, der durch die oft zugeparkten Ladezonen verstärkt wird. Das Freihalten der Ladezonen wäre nur im Rahmen einer Parkraumbewirtschaftung dauerhaft möglich.